12.07.2016 / Feuilleton / Seite 11

Ohne Fangphrasen

Unangreifbar: Der Dokumentarfilm »Über Leben im Donbass – Die Partitur des Krieges« heute nacht im RBB

Su Tiqqun

Den Wahrnehmungskonsens öffentlich-rechtlich gesteuerter Sehgewohnheiten aufzubrechen und dies von den öffentlich-rechtlichen Sendern gefördert zu bekommen, ist ein dramaturgisches Kunststück. Der Regisseur Tom Franke weiß, wie man das macht. Er hat sich mit einem Freund, dem Komponisten Mark Chaet, auf eine Reise in die östliche Ukraine begeben und darüber den Dokumentarfilm »Die Partitur des Krieges« gedreht, der heute Nacht im RBB ausgestrahlt wird.

Chaet ist ukrainischer Russe oder russischer Ukrainer – das auseinanderzuhalten ist für ihn genauso unmöglich, wie die Teilung der Ukraine zu akzeptieren: »Ich wehre mich dagegen, mich auf eine Seite zu stellen«, sagt Chaet zu Beginn des Films, »auf beiden Seiten sind Menschen und (…) keine Guten und keine Bösen (…) Der Mensch bleibt Mensch überall, mit all seinen Emotionen und seinen Fehlern. Wer was richtig macht oder falsch – solche Fragen sind sinnlos. Jeder kämpft für seine eigene Wahrheit.« Mark Chaet,...

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