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12.07.2016 / Inland / Seite 8

»Selbstbestimmungsrecht wird massiv verletzt«

Prostituiertenschutzgesetz verdient seinen Namen nicht, sondern fördert Illegalisierung. Ein Gespräch mit Paula Riedemann

Jana Frielinghaus

Zusammen mit Amnesty International und anderen Organisationen hat Ban Ying das vergangenen Donnerstag im Bundestag beschlossene Prostituiertenschutzgesetz als unvereinbar mit internationalen Menschenrechtsstandards kritisiert. Warum?

Unserer Meinung nach werden durch das Gesetz die Menschenrechte von Sexarbeiterinnen nicht geschützt, sondern das Selbstbestimmungsrecht und das Recht auf Freiheit massiv verletzt.

Ihre Organisation betont, die Anmeldepflicht diene nicht dem erklärten Ziel, Menschenhandel zu bekämpfen. Haben die Frauen bei der Anmeldung nicht die Möglichkeit, auf ihre Zwangslage hinzuweisen?

Ban Ying arbeitet seit 27 Jahren mit von Gewalt und Menschenhandel betroffenen Frauen in Berlin, die unter anderem zur Sexarbeit gezwungen werden. Wir wissen, dass die Offenbarung einer Zwangslage Zeit braucht. Es ist nicht so, dass die Frauen, die zu uns kommen, gleich im ersten Gespräch erzählen, dass sie zur Sexarbeit gezwungen werden. Unsere Sozialarbeit...

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