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12.07.2016 / Ausland / Seite 6

Schwindelig vor Erfolg

Das offizielle Polen feiert die Beschlüsse des NATO-Gipfels. Der Presse gelten sie als unzureichend

Reinhard Lauterbach

Im Geiste des berühmten Stalinzitats »Vor Erfolgen vom Schwindel befallen« bewegt sich das polnische Presseecho auf den NATO-Gipfel vom Freitag bis Sonntag. Das Treffen in Warschau habe die Geopolitik Europas verändert, jubelte die Rzeczpospolita in ihrem Kommentar, machte aber auf mit der Schlagzeile »Der Westen reicht nur bis zum Bug« (gemeint ist der Grenzfluss zwischen Polen und Belarus). Wladimir Putin sei es gelungen, die Erweiterung der NATO nach Osten aufzuhalten, klagt das Blatt. Als Argument wird angeführt, dass Georgien und die Ukraine keine sofortige Beitrittszusage erhalten hätten. Nicht einmal die Tatsache, dass der georgische Ministerpräsident 500 Flaschen heimischen Rotwein für die Bewirtung der NATO-Spitze spendiert habe, habe geholfen. War die NATO zu nüchtern für polnische Journalistenköpfe?

Hinweise darauf, dass es sich so verhält, brachte ein großes Interview mit dem Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, dem tschechischen General P...

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