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12.07.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Potemkinsche Dörfer

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt einen gewaltigen geschichtsrevisionistischen Schwindel

Susann Witt-Stahl und Denis Koval

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) fördert ukrainische Nationalisten und Kriegspropaganda gegen Russland. Über diese und weitere bedenkliche Positionierungen der linksparteinahen Stiftung berichtete jW am 25. Juni unter dem Titel »Unheilige Allianz«. Es gab Diskussionen und Reaktionen. Die RLS veröffentlichte eine Stellungnahme (siehe jW vom 9./10.7.2016) − wir hakten nach.

»Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lehnt jede Form des Nationalismus ab«, so eine ihrer Verlautbarungen. Die Ergebnisse weiterer Recherchen zur RLS-Politik in der Ukraine sprechen jedoch eine ganz andere Sprache. So fördert die Stiftung Projekte von Sergij Zhadan. Der – laut RLS − »linke Schriftsteller« und Musiker ist Nationalist. Er sorgt für die Frontunterhaltung beim Mordbrennerbataillon »Aidar« und andere faschistische Vergnügungen.

Selbst aus den RLS-eigenen Stellungnahmen geht hervor, dass die Stiftung an dem Prozess der historischen Diskreditierung der marxistischen Linken und de...

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