16.07.2016 / Geschichte / Seite 15

Boykott gegen Rassismus

Vor vierzig Jahren reisten die Sportler afrikanischer Länder aus Protest gegen Südafrika von den Olympischen Sommerspielen in Montreal ab

Simon Loidl

Am 17. Juli 1976 wurden im kanadischen Montreal die 21. Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet. Bei den Feierlichkeiten fehlten jedoch 16 afrikanische Mannschaften, die kurz zuvor aus Protest gegen die Apartheidpolitik in Südafrika ihre Teilnahme an den Spielen abgesagt hatten. In den folgenden Tagen schlossen sich weitere afrikanische Länder sowie das südamerikanische Guyana dem Boykott an. Ursache für diesen Schritt war nicht etwa die Teilnahme Südafrikas selbst – der Staat war auf Druck anderer afrikanischer Länder 1964 erstmals von den Sommerspielen und 1970 aus der olympischen Bewegung ausgeschlossen worden. Auslöser war vielmehr die Teilnahme Neuseelands. Dessen Rugby-Nationalmannschaft, die »All Blacks«, war kurz vor Beginn der Olympischen Spiele zu einem Turnier nach Südafrika gereist und hatte damit den Sportboykott gegen das Apartheidregime gebrochen.

In den Tagen vor Beginn der Spiele hatten Vertreter afrikanischer Staaten das Internationale Ol...

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