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16.07.2016 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Schon vor dem Bürgerkrieg waren die Minen im Donbass für Hungerlöhne und Unfälle berüchtigt. Die Kämpfe machen das Leben der Kumpel noch schwerer

Jens Malling

Das Bergwerk von Kirowske (russisch: Kirowskoje) nahe der von den Milizen der »Volksrepublik« kontrollierten Stadt Donezk wurde bereits mehrfach von den Truppen Kiews beschossen. »Es war gerade Feierabend geworden, und ich stand in der Dusche. Ich hörte einen Knall und lautes Klirren. Der Druck der Detonation einer Granate hatte die Fenster bersten lassen. Als ich aus der Umkleidekabine kam, sah ich, dass in meinen Schuhen Glasscherben lagen«, berichtet Andrej Kopejka und setzt fort: »Ich eilte in den Kontrollraum hinüber, wo sich die Kollegen unter den Tischen versteckt hatten. Niemand hatte uns gewarnt, dass ein Angriff kommen könnte.«

An seinem Plastikhelm ist eine Stirnlampe angebracht, der Kohlenstaub darauf scheint fest angewachsen zu sein. Kopejka lacht schallend, als versuche er, das Erlebnis damit von sich abzuschütteln und nimmt einen Zug von seiner Zigarette. 22 seiner 41 Lebensjahre hat er bereits hier in der Kirow-Mine im Kohlebecken von Done...

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