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05.07.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Der verpasste »Grexit«

Melancholische Gedanken ein Jahr nach dem »Nein« der Griechen

Asteris Koutoulas

Am 24. Juni, ich hatte gerade vom »Brexit«-Votum erfahren und trank darauf einen griechischen Kaffee, rief mich ein Freund aus Paris an: »Sag mal, willst du nicht einen Artikel zum Ochi-Tag am 5. Juli schreiben?« Vor einem Jahr hatten 61 Prozent der teilnehmenden Griechen in einem Referendum mit »Nein« gegen das EU-Spardiktat gestimmt. Obwohl Regierungschef Alexis Tsipras in den Wochen darauf aus dem »Nein« ein »Ja« machte und alles, was aus Brüssel und Berlin kam, unterschrieb und umsetzte, gingen Verarmung und Verelendung weiter, die Kindersterblichkeitsrate stieg weiter. Die Erwerbslosigkeit liegt immer noch bei 25 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50 Prozent, die Renten werden weiter gekürzt, die Steuern extrem erhöht. Hunderttausende Griechen sind ohne Krankenversicherung, und kein Ende dieses Niedergangsprozesses ist in Sicht.

Genutzt hat den Griechen das Votum vom 5. Juli 2015 nichts. Doch die 61 Prozent Neinstimmen waren das letzte Aufbä...

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