Gegründet 1947 Montag, 21. Oktober 2019, Nr. 244
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
05.07.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Diktatur des Geldes

Vor einem Jahr sagte das griechische Volk nein zur Herrschaft des Finanzkapitals. Die Kapitulation folgte sieben Tage später

Hansgeorg Hermann

Heute würden die Griechen vermutlich gern den »Ochi«-Tag feiern. Am 5. Juli letzten Jahres stimmten bei einem Referendum fast zwei Drittel gegen die Sparpolitik, die ihnen von der EU aufgezwungen wurde. Das war ein Ergebnis, das auch die gesamte politische Linke Europas begrüßte. Doch am Ende dauerte es nur wenige Tage, bis die Athener Linksregierung einknickte und das Votum des Volkes ignorierte.

Vorangegangen war eine »Finanzkrise«, und sie erschütterte Europa und den transatlantischen Raum seit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008. In fast allen europäischen Volkswirtschaften traten ungeheure Staatsschulden zutage. Unter anderem auf Betreiben der Berliner Regierung wurde in Griechenland eine Austeritätspolitik durchgesetzt, die als warnendes Beispiel gelten kann: Auf der einen Seite wurden milliardenschwere »Rettungspakete« geschnürt, und auf der anderen musste sich Athen verpflichten, Steuern zu erhöhen oder neu...

Artikel-Länge: 5861 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €