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05.07.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Diktatur des Geldes

Vor einem Jahr sagte das griechische Volk nein zur Herrschaft des Finanzkapitals. Die Kapitulation folgte sieben Tage später

Hansgeorg Hermann

Heute würden die Griechen vermutlich gern den »Ochi«-Tag feiern. Am 5. Juli letzten Jahres stimmten bei einem Referendum fast zwei Drittel gegen die Sparpolitik, die ihnen von der EU aufgezwungen wurde. Das war ein Ergebnis, das auch die gesamte politische Linke Europas begrüßte. Doch am Ende dauerte es nur wenige Tage, bis die Athener Linksregierung einknickte und das Votum des Volkes ignorierte.

Vorangegangen war eine »Finanzkrise«, und sie erschütterte Europa und den transatlantischen Raum seit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008. In fast allen europäischen Volkswirtschaften traten ungeheure Staatsschulden zutage. Unter anderem auf Betreiben der Berliner Regierung wurde in Griechenland eine Austeritätspolitik durchgesetzt, die als warnendes Beispiel gelten kann: Auf der einen Seite wurden milliardenschwere »Rettungspakete« geschnürt, und auf der anderen musste sich Athen verpflichten, Steuern zu erhöhen oder neu...

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