04.07.2016 / Ausland / Seite 7

Libysche Woche in Moskau

Russische Regierung empfing Vertreter der streitenden Parteien des nordafrikanischen Landes. Vermittlerrolle angestrebt

Knut Mellenthin

Khalifa Haftar beherrscht als Warlord einen großen Teil Ostlibyens. Ahmed Omar Meitik ist Vizepremier der sogenannten Einheitsregierung in der Hauptstadt Tripolis im äußersten Westen des Landes. Zwischen ihnen herrscht erbitterte Feindschaft. Doch in der vergangenen Woche gaben sich beide in Moskau die Türklinken in die Hand. Russland strebt demonstrativ eine Vermittlerrolle in Libyen an, dessen staatliche Ordnung seit dem US-geförderten gewaltsamen Sturz von Muammar Al-Ghaddafi im Jahre 2011 zerfällt.

Mit einem Besuch Haftars in Russland war schon seit April gerechnet worden. Der General hatte damals diese Absicht geäußert, nachdem er sich in der ägyptischen Hauptstadt Kairo mit Michail Bogdanow getroffen hatte. Bogdanow ist Vizeaußenminister und Sondergesandter von Russlands Präsident Wladimir Putin für den Nahen Osten und Afrika. Das Eintreffen Haftars in Moskau war am vorigen Montag zuerst vom russischen Nachrichtenportal Sputnik vermeldet worden, das...

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