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23.04.2002 / Thema / Seite 0

Krokodilstränen über die »armen Kinder«

Kinderkult, Familienfetisch und Muttermythos in den Medien

Christoph Butterwegge

Seit geraumer Zeit avancieren Kinder in den Massenmedien zu Kultobjekten, während die Familie wieder Fetischcharakter annimmt. Man diskutiert über deren Benachteiligung durch Gesellschaft und Sozialstaat, den als katastrophisch empfundenen demographischen Wandel sowie die angeblich mangelnde Generationengerechtigkeit.

Heute wachsen erheblich mehr Kinder und Jugendliche als noch vor wenigen Jahren in materieller Not auf. Wie der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ausweist, leben über eine Million Kinder in Sozialhilfe-Haushalten. Jedes siebte Kind bleibt nicht von relativer (Einkommens-)Armut verschont, was zu psychosozialen Belastungen führen kann, den Ausschluß junger Menschen aus soziokulturellen Lebenszusammenhängen nach sich zieht und die Chancengleichheit in der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigt.

Kinderarmut ist nicht nur ein reales, gesellschaftspolitisch brisantes Problem, sondern auch ein politisch-ideologischer Hebel, u...



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