01.07.2016 / Feuilleton / Seite 10

Frisch saniert im Nirgendwo

Letzte Lenins (10): Am Ende eines verwahrlosten Wegs in Nohra bei Weimar

Carlos Gomes

Vor roten Betonfahnen ragt ein übergroßer Lenin in die Höhe. Er scheint in einer Vormarschbewegung begriffen. Die rechte Hand am Revers, die Augenbrauen zusammengezogen und der Blick starr in die Ferne – diese Statue hat eine heldenhafte Ausstrahlung, dank der erst kürzlich durchgeführten Sanierung ist sie auch heute noch in vollem Glanz wahrzunehmen. Die Umgebung und das Monument bilden allerdings ein kontrastreiches, ja befremdliches Ensemble: Die Skulptur steht samt frisch gestrichenem Hintergrund in der wild wuchernder Natur.

Diese Lenin-Figur ist eines der letzten Überbleibsel der sowjetischen Garnison am Flugplatz Nohra bei Weimar. Hier war bis 1992 die größte Hubschrauberstaffel der Roten Armee in der DDR stationiert. Nach ihrem Abzug lag der Komplex 16 Jahre lang verlassen, bis sich die Landese...

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