29.06.2016 / Inland / Seite 8

»Caritas hat schon Tarifflucht begangen«

Katholischer Verband will Berliner Servicegesellschaft schließen. 80 Beschäftigten droht Arbeitslosigkeit. Gespräch mit Kalle Kunkel

Johannes Supe

Die Caritas will Dutzende Beschäftigte auf die Straße setzen. Das vom Wohlfahrtsverband geleitete Berliner Dominikus-Krankenhaus will seine Tochterfirma, die Dominikus-Service GmbH, auflösen. 80 Beschäftigte würden dann zum Jahresende ihre Stelle verlieren. Sollen die Löhne wieder gedrückt werden?

Wir wissen nur, dass die Service GmbH aufgelöst werden soll. Alle Arbeiten, die bisher von ihr erledigt wurden, sollen künftig durch einen externen Dienstleister, durch die Firma Klüh, geleistet werden. Warum das Management von Dominikus diese Entscheidung getroffen hat, wissen wir nicht. Denn der größte Teil der bei der Servicegesellschaft Beschäftigten arbeitet im Reinigungsbereich. Auch in der Logistik, sowohl im Patienten- wie im Gütertransport, sind einige tätig. Ebenfalls in der Service GmbH angesiedelt sind die Stationsassistenz und die Küche. Für die meisten dieser Bereiche wird das Entgelt durch Mindestlohnregelungen oder allgemeinverbindliche Tarifvertr...

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