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18.06.2016 / Ausland / Seite 6

Der Staat mordete mit

Nordirland: Bericht belegt 22 Jahre nach Massaker Verstrickung britischer Geheimdienste

Uschi Grandel

Wenn am heutigen Samstag das Fußballspiel Irland gegen Belgien läuft, kehren die Erinnerungen an jenen Abend vor genau 22 Jahren in das kleine nord­irische Dorf Loughinisland zurück. Irland hatte sich für die Fußballweltmeisterschaft in den USA qualifiziert und an diesem 18. Juni 1994 lief in der örtlichen Heights Bar das Spiel gegen Italien, als die Mörder das Pub überfielen. Sechs Menschen starben damals im Maschinenpistolenfeuer, fünf weitere wurden verletzt. Für das Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wurde bis heute niemand. Die Ermittlungen der nordirischen Polizei erwiesen sich als Farce, Beweise wurden vernichtet.

Seit dem Massaker sammelten die Hinterbliebenen gemeinsam mit der Belfaster Menschenrechtsorganisation »Relatives for Justice« (Angehörige für Gerechtigkeit) Indizien. Sie schalteten den Polizei-Ombudsmann ein, eine Institution, die nach dem Friedensabkommen von 1998 eingerichtet wurde, um Beschwerden der Bürger gegen die Polizei nachzuge...

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