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15.06.2016 / Thema / Seite 12

Untertanen machen

Über die gesellschaftliche Produktion angepassten Denkens und Handelns. Zur Aktualität der Ideologietheorie

Werner Seppmann

Warum gelingt es dem herrschenden Block immer wieder, seine interessengeprägten Sichtweisen und Interpretationsmuster durchzusetzen? Und zwar auch dann, wenn sie nicht viel mit der Realität zu tun haben und sogar den Interessen einer Bevölkerungsmehrheit widersprechen? Wie sind die Vermittlungsprozesse organisiert, mit deren Hilfe die bestehenden Machtverhältnisse Legitimation erhalten? So lauten zentralen Fragen, mit denen sich eine kritische Gesellschaftstheorie auseinandersetzen muss, wenn begriffen werden soll, weshalb die kapitalistischen Machtverhältnisse sich trotz eklatanter Widersprüche, trotz zunehmender Bedürftigkeit und der Erfahrung sozialer Unsicherheit großer Stabilität erfreuen.

Während eine Allianz aus den Apparaten des Herrschaftsdenkens und einer postmodernistischen »Diskurskultur« (die beide oft identisch sind) den Ideologien die Totenglocke läutet, haben sich ideologische Vermittlungssysteme als soziale Wirkungsmacht verfestigt, üb...

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