15.06.2016 / Ausland / Seite 7

Schrei nach Waffen

Ukrainischer Parlamentspräsident fordert vom Westen »tödliche« Rüstungsgüter. Für den Beschuss des Donbass reicht es der Ukraine auch jetzt schon

Reinhard Lauterbach

Der ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij hat den Westen aufgefordert, der Ukraine auch »tödliche« Waffen zu liefern. Auf einem Treffen der Parlamentarischen Versammlung der NATO mit ukrainischen Abgeordneten in Kiew sagte Parubij am Dienstag, das Land zähle auf »politische und finanzielle Unterstützung, auch durch die Lieferung tödlicher Waffen«. Die NATO möge einen Fonds schaffen, aus dem diese Lieferungen bezahlt werden könnten, erklärte er der Nachrichtenagentur Interfaks-Ukraina zufolge.

Unmittelbare Reaktionen auf Parubijs Ansinnen gab es nicht. Zumindest offiziell weigern sich die USA, ihre Waffenlieferungen an Kiew auszuweiten. Bereits im April hatte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, erklärt, eine militärische Lösung des Donbass-Konflikts wäre »eine Tragödie für alle«, und die USA würden deshalb keine Angriffswaffen an Kiew liefern. Mit ihrer Aussage unterstellte sie der dortigen Regierung also durchaus die A...

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