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04.06.2016 / Ausland / Seite 6

Presse unter Druck

Ägypten: Justiz geht gegen Spitze von unliebsamem Journalistenverband vor

Sofian Philip Naceur, Kairo

Der seit Wochen schwelende Konflikt zwischen Ägyptens Regierung und dem Journalistensyndikat geht in eine neue Runde. Am vergangenen Sonntag waren drei hochrangige Funktionäre des Berufsverbandes auf einer Polizeiwache in Kairo zum Verhör einbestellt und anschließend festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft erließ zwar zunächst keine Haftbefehle, ordnete aber eine Kaution in Höhe von umgerechnet 1.000 Euro pro Person an. Sowohl der Chef des Berufsverbandes, Yehia Qallash, als auch dessen Generalsekretär Gamal Abdel Reheem und der Vorsitzende des Freiheitskomitees des Syndikats, Khaled Al-Balshy, weigerten sich jedoch, der Kautionsforderung nachzukommen, und verbrachten zwei Nächte hinter Gittern. Erst am Dienstag wurden die drei Pressevertreter auf freien Fuß gesetzt, nachdem doch noch eine Kaution hinterlegt worden war. Inzwischen hat die Justiz formell Anklage gegen die drei erhoben. Ihnen wird die Verbreitung von Falschnachrichten und das Verstecken...

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