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02.06.2016 / Feuilleton / Seite 11

Nur noch kurz die Welt retten

Und zwar durch Mülltrennung und Sitzenbleiben: »Tomorrow«, ein ärgerlicher Dokfilm aus Frankreich

André Weikard

Überbevölkerung, saurer Regen, Robben- und Bienensterben, Kükenschreddern … Sie bekommen schlechte Laune, wenn Sie das hören? Mélanie Laurent und Cyril Dion auch. Die beiden französischen Filmemacher hatten – offensichtlich beim Bier, wie ein Einspieler zeigt – die zündende Idee: Lass uns die Welt retten mit frohen Botschaften. Ihr Impetus: »Wir müssen etwas tun«. Ihr Versprechen: ein Dokumentarfilm als Anleitung für eine bessere Zukunft, vollgepackt mit neuen Ideen und Visionen. Vorschläge statt Anklagen.

Zuviel versprochen. Was die beiden zusammengetragen haben, ist eine Anhäufung mehr oder minder kruder Empfehlungen. Nicht alle sind plausibel, neu ist kaum eine. Dass man Müll trennen und Strom aus regenerativen Energiequellen gewinnen kann, dürfte zumindest deutsche Kinobesucher nicht sonderlich überraschen, genauso die mit Emphase vorgetragene Erkenntnis, dass mehr Straßen zu mehr Autos führen und eine Stadt, die mehr Radwege baut, mehr Leute zum Rad f...

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