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01.06.2016 / Thema / Seite 12

Unter Belagerung

Die irakische Stadt Falludscha wird ausgehungert und bombardiert. Doch die Brutalität, die mit dem Krieg gegen den IS begründet wird, blieb wirkungslos

Joachim Guilliard

Wer die fürchterlichen Angriffe der US-Truppen auf das irakische Falludscha 2004 verfolgte, konnte sich kaum vorstellen, dass der Großstadt am Euphrat noch Schlimmeres bevorstehen könnte. Doch die einstige »Stadt der Moscheen« wird seit einem erfolgreichen Volksaufstand im Januar 2014 von Regierungstruppen belagert und bombardiert und geriet im Sommer 2014 zudem unter die Herrschaft des »Islamischen Staates«. Seit Februar dieses Jahres sind alle Versorgungswege in die Stadt unterbrochen. Die letzten Vorräte sind aufgebraucht, Zigtausende Bewohner hungern. Der Angriff auf die Stadt hat nun begonnen, ist aber sogleich wieder ins Stocken geraten. Falludscha droht jedenfalls, wie zuvor Tikrit und Ramadi, die weitgehende Zerstörung.

Dies sei die bisher härteste Situation, so Um Hussein, eine 59jährige Bürgerin Falludschas, die alle Angriffe auf die Stadt seit 2003 miterlebt hat, am 30. März gegenüber dem arabischen TV-Sender Al-Dschasira, »Die Leute sitzen ...

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