20.05.2016 / Feuilleton / Seite 11

Narrative Laute

Das Moers-Festival war wieder einmal mehr als Jazz, doch was wird aus seinem Leiter?

Ulf Schleth

Moers liegt in der Nähe von Duisburg. Viele sagen, die Kleinstadt habe das wichtigste Jazzfestival Deutschlands. Allerdings ist das Wort »Jazz« aus dem Titel verschwunden. Das Festival ist über 40 Jahre alt, aber noch so jung wie beim ersten Mal. Es hat den Ruf, ein besonders offenes Festival zu sein. Für freie Musik, für Klein und Groß, Arm und Reich. Ich hab es überprüft und zu Pfingsten die Kinder mitsamt Zelt und ausreichend Ravioli-Dosen ins Auto gepackt.

Die Dramatik der langen Fahrt von Berlin aus, vorbei an Brandenburgischer Steppe, Kohlezechen und Kühltürmen, war eine gute Vorbereitung auf das Eröffnungskonzert von Carolin Pook und sieben weiteren Violinistinnen, die unter Einsatz von Bierkisten und Küchentabletts auch die Percussion übernehmen. Wer diese zerteilte, getriebene Komposition hörte, merkte: Ich bin angekommen, ich bin jetzt ein Teil von Moers. Nach dem ruhigen Folksänger Sam Amidon konnte man sich das »End of Summer« des erfolgreichen...

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