Gegründet 1947 Donnerstag, 17. Oktober 2019, Nr. 241
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
12.05.2016 / Thema / Seite 12

Kein Platz für Kohledinosaurier

Braunkohlekraftwerke passen nicht in ein ­modernes Energienetz. Die Dreckschleudern sind nur ­langsam hoch- oder runterzufahren, um auf ­wechselnden Strombedarf zu reagieren. Benötigt wird eine ­dezentrale Versorgung durch viele kleine Anlagen, die erneuerbare Energieträger nutzen

Wolfgang Pomrehn

Am Anfang stand die Kohle. Die Industrialisierung Europas, Nordamerikas und Ostasiens war ohne diesen fossilen Brennstoff kaum denkbar. Die Verfügbarkeit von Energie war damals wie heute die wesentliche Voraussetzung für Produktion und Transport, und die natürlichen Ressourcen, vor allem das Holz der Wälder, waren schnell erschöpft, nachdem die Dampfmaschine begonnen hatte, die Produktivität enorm zu steigern und den Verkehr mit der Eisenbahn und dem Dampfschiff gewaltig zu beschleunigen.

Ersatz musste her, und so wurde die Verfügbarkeit ergiebiger Kohleflöze schon bald zur wesentlichen Voraussetzung der weiteren Entwicklung. Der nächste Schritt war nach der Dampfmaschine die Elektrifizierung, und auch hier war die Kohle neben der Wasserkraft die erste Wahl, als in den alten Industriestaaten überall Kraftwerke entstanden. In einem dritten Schritt wurde schließlich der Straßenverkehr mit dem Verbrennungsmotor revolutioniert. Das Erdöl trat auf den Plan....

Artikel-Länge: 18950 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €