10.05.2016 / Ansichten / Seite 8

Sinkendes Schiff

Österreichs Kanzler tritt zurück

Simon Loidl

Das Ende kam letztlich überraschend schnell. In Zusammenhang mit dem Rücktritt von Österreichs Kanzler und SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann drängt sich die Phrase vom präferierten Ende mit Schrecken auf. Denn hätte Faymann seine Partei bis zu den nächsten Wahlen geführt, wäre ihm das mit Sicherheit wie ein Schrecken ohne Ende vorgekommen. In den vergangenen Tagen waren Faymanns Unterstützer im Stundentakt von ihrem Parteichef abgerückt. Während einige SPÖ-Politiker aus Taktik oder Parteiräson zu beschwichtigen suchten, richteten andere ihrem Chef über die Medien ganz offen aus, dass er den Weg frei machen solle. Dabei ist völlig unklar, wohin dieser Weg nun führen wird. Die Krise der SPÖ ist mit einer Personalrochade nicht zu lösen.

Genau deshalb hatten auch einige Funktionäre am Wochenende den Eindruck zu erwecken versucht, dass die Krisensitzungen am Montag vor allem dazu dienten, Inhalte zu diskutieren. Doch allen Beo...

Artikel-Länge: 2886 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe