Der Schwarze Kanal
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22.04.2016 / Inland / Seite 4

Das Elend der »Aufarbeitung«

Brandenburg: Ulrike Poppe übergibt Tätigkeitsbericht einer »gut ausgestatteten« Behörde

Matthias Krauß

Ihren dritten Tätigkeitsbericht übergab dieser Tage die »Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur« Ulrike Poppe im brandenburgischen Landtag. Poppe war im Dezember in ihrer Funktion bestätigt worden. Laut Bericht wurden die Mittel der Behörde im vergangenen Jahr auf 1,47 Millionen Euro erhöht, was die Einstellung von insgesamt 15 Mitarbeitern ermöglicht habe. Poppe: »Wir sind gut ausgestattet.« Wofür die Landesregierung das Amt Poppes finanziert, wurde deutlich: Die Beauftragte sprach u. a. davon, dass ein Härtefallfonds für politisch Verfolgte, die heute quasi im Elend leben, von 15.000 auf 30.000 Euro aufgestockt worden sei. Einen Zuschuss erhalten auf diesem Wege Menschen, die aus politischen Gründen zu DDR-Zeiten berufliche Nachteile in Kauf nehmen mussten und deshalb heute weniger Rente beziehen.

In der DDR verdienten junge Ingenieure (beispielsweise in der Stahlindustrie) 800 DDR-Mark, junge Arbeiter bis zu 1.300 DDR...

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