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21.04.2016 / Inland / Seite 8

»Die SPD sollte aufhören, Statistiken zu schönen«

In Bremen werden viele Jugendliche als »nicht ­ausbildungsreif« klassifiziert. Ihr Verbleib wird nicht erfasst. Gespräch mit Miriam Strunge

Gitta Düperthal

Sie kritisieren die Jobcenter im Land Bremen, weil diese Tausende jugendliche Bewerber als »nicht ausbildungsreif« abqualifizieren, und hatten eine kleine Anfrage dazu gestellt. Die Antwort des SPD-Grünen-Senats der Bremischen Bürgerschaft hat Sie nicht überzeugt. Weshalb?

Wie viele Jugendliche die Jobcenter in Bremen so klassifizieren, war nicht zu erfahren. Bekannt ist nur: Betroffene erhalten in dem Fall keine Vermittlungsangebote von der Arbeitsagentur; in der Ausbildungsplatzstatistik tauchen sie nicht mehr auf. Es gibt aber keine gesonderte Erhebung, erklärt der Senat. Und das, obgleich laut »Nationalem Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs«, den die Bundesregierung 2004 mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft vereinbart hat, alle Aspekte der Beratungsgespräche dokumentiert werden müssen. Die im Mai 2015 gegründete Bremer Jugendberufsagentur unter Federführung der Jobcenter ist zuständig für junge Menschen unter 25 Jahren, die keinen ...

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