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18.04.2016 / Ausland / Seite 7

EU will nach Libyen

Außenminister aus Deutschland, Italien und Frankreich in Tripolis. Regierungschef Serradsch soll um Intervention bitten

Knut Mellenthin

Am 30. März traf der von der EU ausgewählte Chef der libyschen »Einheitsregierung«, Fajes Serradsch, in der Landeshauptstadt Tripolis ein. Er kam mit einem Kriegsschiff aus seinem Exil in Tunesien und bezog Quartier im Marinestützpunkt Abu Sittah. Dort residiert er aus Sicherheitsgründen immer noch. In der vorigen Woche hatte er jedoch hohen Besuch. Zunächst suchte ihn am Dienstag der italienische Außenminister Paolo Gentiloni auf, dann kamen am Sonnabend dessen Amtskollegen aus Frankreich und Deutschland, Jean-Marc Ayrault und Frank-Walter Steinmeier. Als Geschenk hatten sie eine Tonne Medikamente mitgebracht. Die kann die libysche Bevölkerung gut gebrauchen: Das Gesundheitswesen ist in einem desolaten Zustand, viele Kliniken sind geschlossen oder arbeiten nur noch mit geringer Kapazität. Für dringend benötigte medizinische Importe, beispielsweise Impfstoffe für Hunderttausende Kinder und Jugendliche, fehlt es an Währungsreserven. Gleichzeitig liegen min...

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