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04.04.2016 / Ausland / Seite 8

»Ob Merkel die gute Tante spielt oder nicht, ist egal«

Die Situation von Geflüchteten in Griechenland verschlimmert sich zunehmend. Hilfe nur durch Freiwillige. Gespräch mit Jannis Papadopoulos

Michael Bonvalot

Wie ist die Lage für Flüchtlinge in Griechenland?

Die Situation ist beschissener denn je. Nach dem EU-Türkei-Deal werden die Menschen in Gefängnisse und Camps geworfen und dann in die Türkei abgeschoben. Die Lage in den Camps ist menschenunwürdig. Es wurden einfach Zelte ohne Unterboden auf Äcker gestellt, beim ersten Regen versinken sie im Schlamm. Am Abend hat es oft nicht mehr als fünf Grad, es gibt aber keine Heizungen. Wir haben Camps, wo es für 3.000 Menschen gerade einmal zehn Toiletten gibt. In Idomeni an der Grenze zu Mazedonien halten sich aktuell 10.000 bis 12.000 Menschen auf und wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Die Menschen haben Hunger, viele müssen in der Kälte unter freiem Himmel schlafen.

Wer übernimmt die Versorgung der Menschen?

Der Großteil der Unterstützung erfolgt durch die sozialen Bewegungen. In Idomeni etwa organisieren die »No Border Kitchen« und lokale Gruppen bis zu 12.500 Mahlzeiten am Tag. Wir organisieren auch medizinische...

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