04.04.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Weiter wie bisher

Jahrestag des Brandanschlages von Tröglitz. Kein erkennbares Umdenken der Behörden im Umgang mit rechter Gewalt

Markus Bernhardt

Der »Fall Tröglitz« markierte den Beginn einer gewaltigen rassistischen Offensive, die mittlerweile in manchen Städten und Regionen zum bundesdeutschen Alltag gehört. Heute jährt sich der Brandanschlag von Tröglitz, der in der Nacht zum 4. April des vergangenen Jahres verübt wurde und bundesweit für Entsetzen sorgte, zum ersten Mal.

Zur Erinnerung: Nachdem neofaschistische und rassistische Organisationen über Monate hinweg gegen die Unterbringung von nur 40 Flüchtlingen in der 2.700 Einwohner zählenden sachsen-anhaltinischen Kleinstadt mobil gemacht hatten, stellte der bis heute nicht aufgeklärte Brandanschlag einen Wendepunkt dar. Mit dem Anschlag von Tröglitz begann, was mit rassistischen Pogromen und Anschlägen in Freital und Heidenau und anderen deutschen Kleinstädten seinen weiteren Verlauf nahm.

Die bis heute unbekannten Täter von Tröglitz hatten damals ein in der Thälmann-Straße gelegenes Wohnhaus, in dem Flüchtlinge untergebracht werden sollten, i...

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