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17.03.2016 / Thema / Seite 12

Das fünfte Imperium

Vorabdruck.Ein ethnisch verstandener Nationalismus ist den Russen eher fremd. Einflussreich ist eine antimoderne Eurasien-Ideologie. Die wiederum hat wenig mit der gleichnamigen Wirtschaftsunion zu tun

Hannes Hofbauer

In diesen Tagen erscheint im Promedia-Verlag von Hannes Hofbauer der Band »Feindbild Russland – Geschichte einer Dämonisierung«. Der Autor, Publizist und Verleger in Wien, verfolgt darin das Phänomen der Russophobie zurück bis ins 15. Jahrhundert, als der Zar im Zuge der kriegerischen Reichsbildung gegen Nordwesten zog. Es ging um Herrschaft, Konkurrenz und Meereszugang. Der Kampf um reale wirtschaftliche und (geo-)politische Macht wurde auch damals schon ideologisch begleitet: Der Russe galt seinen Gegnern als asiatisch, ungläubig und schmutzig – Stereotypen, die sich über Jahrhunderte erhalten haben. Das Feindbild wird weiterhin vom Westen gepflegt. Aktuell empört man sich über die Politik des Kreml, der mit der Machtübernahme Wladimir Putins innenpolitisch auf Konsolidierung und außenpolitisch auf Selbständigkeit setzt. Wir veröffentlichen aus dem Buch vorab den letzten Teil des letzten Kapitels. (jW)

Krym nasch« – »Die Krim ist unser«, lautete im S...

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