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12.03.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Hanseatische Gefahrenzone

Im Juli 2017 soll der G-20-Gipfel in Hamburg stattfinden. Widerstand formiert sich

Cansu Özdemir und Sabine Boeddinghaus

Es hätte das Sahnehäubchen auf der Olympia-Bewerbung werden sollen: Ein G-20-Gipfel in Hamburg, der die Aufmerksamkeit der Welt auf die Hansestadt und ihren kleinen SPD-Bürgermeister lenkt. Und das nur zwei Monate bevor das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheiden würde, wer den Zuschlag für die Sommerspiele 2024 bekommt. Das war Olaf Scholz’ Plan im Sommer 2015. Doch Ende November beerdigten die Hamburger seine Olympia-Träume ganz kühl per Referendum. Den Gipfel will Scholz trotzdem ausrichten. Und damit wenigstens diesmal alles glattgeht, fragt er das Parlament erst gar nicht mehr, geschweige denn die Bevölkerung.

Erst im Februar verkündete Angela Merkel den Hamburgern, was Olaf Scholz schon seit Monaten plante (und der auch in dieser Sache bedeutungslose grüne Koalitionspartner seit Monaten wusste), aber lieber für sich behielt: Der G-20-Zirkus kommt an die Elbe! Hamburg kann mächtig stolz sein, Kulisse für das Gipfeltreffen von 20 Staats...

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