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10.03.2016 / Inland / Seite 5

Veolia kauft sich frei

7,5 Millionen Euro: Acht Jahre nach Auffliegen des ostdeutschen Müllskandals schließen Sachsen-Anhalt und Dienstleistungskonzern einen Vergleich

Susan Bonath

Nach langem Streit um Kosten im Zusammenhang mit dem ostdeutschen Müllskandal (jW berichtete) hat die Veolia Umweltservice GmbH in einen Vergleich mit dem Land Sachsen-Anhalt eingewilligt. Der Konzern werde sich mit 7,5 Millionen Euro einmalig an den laufenden Maßnahmen zur Gefahrenabwehr beteiligen, teilte das Wirtschaftsministerium in Magdeburg am Dienstag mit. Dies ist knapp ein Viertel der offiziell geschätzten Gesamtkosten für die Sanierung der Tongruben in Vehlitz und Möckern im Jerichower Land. Ein Schuldeingeständnis seitens Veolia sei dies allerdings nicht, heißt es. Die Landesregierung habe das Unternehmen im Gegenzug von allen weiteren Beteiligungen freigesprochen. »Mit dem Vergleich werden langwierige Rechtsstreitigkeiten im beiderseitigen Interesse vermieden«, erklärte das Ministerium.

In den Deponien in Vehlitz und Möckern lagern geschätzt 1,3 Millionen Tonnen Hausmüll, darunter auch hochgiftige Stoffe. Nach dem sogenannten Tongrubenurteil im...

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