23.02.2016 / Inland / Seite 5

Atomstrom kostet doppelt

Expertenkommission bereitet offenbar »Finanzpakt« vor, der Beteiligung der Energiekonzerne an Langzeitkosten des Ausstiegs aus Kernenergie nicht vorsieht. jW-Bericht

Strom aus Atommeilern war für die Erzeuger bislang höchst profitabel – weshalb die großen Energiekonzerne auch gegen den von der Bundesregierung verfügten Ausstieg aus der Kernkraft geklagt haben. Künftig dürfte seine Herstellung jedoch erheblich teurer werden, denn RWE, Vattenfall und Co. sollen Milliardenbeträge in einen Fonds einzahlen, aus dem die Endlagerung des Atommülls finanziert werden soll.

Am Montag wurden Details eines »Entsorgungsfinanzpakts« bekannt, dessen Eckpunkte die von der Bundesregierung berufene »Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs« voraussichtlich am 29. Februar offiziell vorstellen wird. Was da durchgesickert ist, ruft bei Umweltverbänden und Linkspartei Empörung hervor. Denn es läuft – wie bereits erwartet (siehe jW vom 18.2.) – darauf hinaus, dass der Steuerzahler zu großen Teilen für die Atomausstiegskosten aufkommen muss.

Nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) will die Kommission unt...

Artikel-Länge: 3265 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe