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08.02.2016 / Inland / Seite 5

Schlange stehen, Mund halten

»Welcome Frankfurt« informiert über unhaltbare Zustände in der neu eröffneten Flüchtlingsunterkunft auf dem Neckermann-Gelände

Gitta Düperthal

Die Flüchtlingshilfeorganisa­tion »Welcome Frankfurt« hatte am Freitag ins DGB-Haus in Frankfurt am Main eingeladen, um sich über die Situation der Asylbewerber auf dem Neckermann-Gelände auszutauschen. Rund 1.600 Menschen seien dort untergebracht. »Sie wundern sich sicherlich, weshalb keine Flüchtlinge aus der Unterkunft mit uns hier diskutieren«, sagte Aitak Barani, eine Aktivistin der Initiative. »Sie wagen es nicht«, seien von Sicherheitskräften eingeschüchtert. Motto: Bloß draußen nichts erzählen – wer sich nicht wohlwollend verhalte, könne abgeschoben werden. Sie habe viele Flüchtlinge vor ihrer Zeit in der Massenunterkunft als selbstbewusste Menschen kennengelernt, jetzt seien sie gebrochen.

Der Lageralltag bestehe aus Schlangestehen – morgens vor Toiletten, danach vor den rund 200 Duschen, fürs Frühstück, für die medizinische Behandlung. Mitunter müsse eine Schlange verlassen werden, um sich in eine andere einzureihen, etwa um das Mittagsessen nich...

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