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06.02.2016 / Feuilleton / Seite 11

Reue, nichts als Reue

»Verpiss dich, du Depp!?« Nicolas Sarkozy hat sein fünftes Buch vorgelegt

Hansgeorg Hermann

Der Mann hat ein Buch veröffentlicht. Schon wieder. Es ist wohl das fünfte. »La France pour la vie« heißt es. Ein Titel, der nicht nur Frankreichs treuesten Patrioten die Tränen in die Augen trieb. Nach Einschätzung der Kulturschaffenden des Landes ist Nicolas Sarkozy – früher Staatspräsident im Hauptberuf – inzwischen der wohl einzig bekannte Fall eines Autors, der mehr Werke geschrieben als gelesen hat.

Man weiß, dass der einstige Brachialpolitiker und Kulturverächter »Sarko«, seit er vor neun Jahren die schöne, scheue Sängerin Carla Bruni kennen- und liebenlernte, sich jäh den schönen Künsten und der Literatur öffnete. Schon bald nach der Hochzeit im Palais Elysée klappte er einen Roman auf. Umberto Ecos »Der Name der Rose«, wie die Franzosen bald erfuhren, ein Werk, dessen viel zu viele Kapitel ihm, dem Mann der lauthalsen, atemlosen Präsenz, freilich seltsam fremd und vergangenheitsbezogen vorkamen. Ob er jemals eine zweite literarische Lesereise antr...

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