02.02.2016 / Feuilleton / Seite 11

Eigensinn und Aufbegehren

Im Blochschen Geist: Der Dokumentarfilmer Alfred Jungraithmayr ist gestorben

Gerhard Hanloser

Am 23. Januar 2016 ist der Dokumentarfilmer Alfred Jungraithmayr im Alter von 82 Jahren gestorben. Es wird behauptet, Jungraithmayr habe die Ökonomie der Mittel souverän missachtet und eine mäandernde und ausufernde Erzählweise gepflegt. Tatsächlich war er ein akribisch genauer Rechercheur, Beobachter und Erzähler. Dabei verlangte er dem Publikum einiges ab. Ohne Konzentration bleiben die Filme ohne Erkenntnisgewinn für den Zuschauer. Teils erscheinen sie einem heutigen Medienkonsumenten im Erzählfluss auch als zäh und wenig didaktisch angelegt.

Jungraithmayr wurde 1933 in eine Gast- und Landwirtsfamilie in der oberösterreichischen Kleinstadt Eferding hineingeboren. Es folgten Gymnasium und Buchdruckerlehre, nach deren Ende er in die Meisterklasse der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien eintrat. Berufliche Umwege führten ihn schließlich zu einer Ausbildung zum Fotografen. Sein älterer Bruder hatte ihn als Fotografen zu einer halbjährigen Forschun...

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