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28.01.2016 / Ausland / Seite 6

»Welcome to Sweden«

Neofaschistische Sverigedemokraterna zweitstärkste Partei

Ruben Wickenhäuser

Gemäßigt geben sie sich, die Politiker der als rechtspopulistisch, rassistisch oder auch neofaschistisch verorteten Partei Sverigedemokraterna (SD). Ihr Anteil bei den Reichstagswahlen wuchs von 5,7 Prozent 2010 auf über 12 Prozent 2014 an. In Umfragen im Januar rückte sie mit über 22 Prozent auf den zweiten Platz vor, mit nur einem Prozent hinter den Socialdemokraterna.

Die SD bezeichnet sich als »die einzige Oppositionspartei«. Dass inzwischen auch die konservativen »Moderaterna« mit Forderungen nach restriktiverer Einwanderungspolitik nachziehen, bestätigt die Partei nur. Hinzu kommt, dass SD sich professionalisiert hat und mit Jimmie Akesson über einen charismatischen Parteichef verfügt.

In den Kommunen tritt die SD für die »kleinen Leute« ein. Geht es um Radwege, Bürgermitbestimmung und kleine Agrarbetriebe, trägt sie oft die gleiche Meinung zur Schau wie bürgerliche und linke Parteien oder gar wie jene, die sie als ihre Erzfeinde ansieht, die schwedis...

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