28.02.2002 / Feuilleton / Seite 0

Ministrantentum

Frankfurter Geschichten: Was vom KBW und den Grünen übrig blieb

Hartmut Barth-Engelbart

Ein Tag im Hochsommer 1986, einige Wochen nach Tschernobyl. Keine 10000 Meter vom Plutoniumlager und den Nuklearbetrieben in Hanau entfernt. Kein Überflugverbot (das Gelände liegt in der Hauptanflugschneise des Frankfurter Flughafens und der US-Airbase), Verstöße gegen Sicherheitsauflagen, hochangereichertes Material verschwindet, Blindgänger werden auf dem Werksgelände gefunden. Joseph Fischer mußte der grünen Bundesversammlung versprechen, in Hessen die rot-grüne Koalition aufzukündigen, wenn nicht bis Jahresende 1986 alle Atomanlagen in Hessen stillgelegt sind.

Kurz vor Mitternacht rief mich Johannes aus dem Nachbardorf an, verzweifelt, weil er als BUND-Mitglied zu wenig Courage hätte, das Prozeßrisiko scheuen würde. Ob ich nicht vielleicht. Es ginge doch gegen die Atombetriebe in Hanau und da müßten wir doch. Klemm hätte ihn angerufen, nein Cornelia seine Gattin, er solle für seine Kinder gegen Nukem, Alkem, RBU klagen, Umweltminister Fischer würde...

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