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12.01.2016 / Inland / Seite 5

Dauerbrenner Kinderarmut

Quote der Betroffenen gleichbleibend hoch. Forscher rechnen mit Verschärfung durch Flüchtlingszuzug

Ralf Wurzbacher

Die Kinderarmut in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Fast jeder fünfte Heranwachsende (19 Prozent) gehört einem Haushalt an, der von Einkommensarmut betroffen ist. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Im Jahr 2014 lebten demnach insgesamt 2,47 Millionen Mädchen und Jungen unterhalb der Armutsschwelle. Im Ländervergleich am höchsten ist die Quote in Bremen mit 33 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 28,7 Prozent. Die besten Werte weisen Bayern (11,9 Prozent) und Baden-Württemberg (12,7 Prozent) auf.

Obwohl die absoluten Zahlen im zurückliegenden Jahrzehnt laut WSI »spürbar« zurückgegangen sind, erweist sich das Phänomen in Relation zur Gesamtbevölkerung als verhärtet. Verglichen mit 2013 ist die Armutsquote bei Kindern praktisch unverändert geblieben. Die vermeintlich günstige Wirtschaftsentwicklung kommt den sozial benachteiligsten ...

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