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09.01.2016 / Ausland / Seite 6

Gerufen und nicht willkommen

Kubanischer Migrant stirbt an Schweinegrippe. USA zeigen sich unwillig, Ankömmlinge aufzunehmen

Volker Hermsdorf

Die ursprünglich für den gestrigen Freitag geplante Weiterreise einer ersten Gruppe von 180 der in Mittelamerika gestrandeten kubanischen Migranten verzögert sich bis kommenden Dienstag. Als Grund dafür gab El Salvadors Außenminister Hugo Martínez am Dienstag in einem Fernsehinterview »logistische Probleme der Fluggesellschaft« an. Am gleichen Tag verstarb in einem Krankenhaus der panamaischen Provinzstadt San José de ein Kubaner an der Schweinegrippe. Der 53jährige ist einer von über 1.000 Auswanderern, die in Panama festsitzen, nachdem Costa Rica am 18. Dezember seine Grenze schloss.

Am 28. Dezember hatten sich Vertreter von Costa Rica, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Belize, Panama und Honduras während eines außerordentlichen Treffens des Zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA) in Guatemala-Stadt auf eine »Luftbrücke« geeinigt. Knapp 8.000 Männer, Frauen und Kinder aus Kuba, die seit Mitte November von der Regierung Costa Ricas auf 38 Notunterk...

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