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10.12.2015 / Feuilleton / Seite 11

Die dialektische Methode

Es ging immer um Chile, es ging immer um mehr: Der neue Film von Patricio Guzmán

Grit Lemke

Es kann nicht oft genug gesagt werden, dass Patricio Guzmán einer der letzten Meister der internationalen Filmkunst ist, dessen Größe man keineswegs auf den Dokumentarfilm – obwohl er ausschließlich in diesem Genre arbeitet – beschränken darf. Dass er nie mit einem Oscar geehrt wurde, spricht eher für ihn (auch in diesem Jahr besticht die Liste der Dokfilm-Nominierungen wieder durch ausgesuchte Scheußlichkeiten). Ansonsten hat er an Preisen wohl alles abgeräumt, was zu holen war. Für sein neues Werk »El Botón de Nácar«, das nun unter dem so prosaischen wie ebenfalls scheußlichen Titel »Der Perlmuttknopf« in die Kinos kommt, erhielt er auf der diesjährigen Berlinale den Silbernen Bären für das beste Drehbuch. Alles ganz sicher zu Recht und doch mit Blick auf das Gesamtwerk erstaunlich, kreist dieses doch – zumindest auf den ersten Blick (zu mehr ist der Mainstream selten fähig) – seit Jahren um die Ereignisse im Chile der 1970er Jahre, um Salvador Allende,...

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