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28.11.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Verkehrte Welt

Null- und Negativzinsen, Geld als unbegrenzte Ressource: Zentralbanker arbeiten am Untergang des Kapitalismus. Ein Fortschrittsszenario ist das indes nicht

Rainer Rupp

Unter der Führung Mario Draghis scheint die Europäischen Zentralbank (EZB) fest entschlossen, weiter in den unbekannten und wahrscheinlich hochgefährlichen Dschungel abenteuerlicher Geldpolitik einzudringen. Das geschieht, ohne einen Plan zu haben, wie man aus dem Dickicht je wieder herauskommt. Dennoch hat der EZB-Chef mit der exzessiven Gelddruckerei sein erstes Etappenziel erreicht: Ihm ist das Zauberkunststück gelungen, trotz immer höherer Schuldenberge der Euro-Mitgliedsstaaten deren Neuverschuldung immer billiger zu machen. Tatsächlich konnten vergangene Woche noch mehr Mitgliedsländer ihre Anleihen zu negativen Zinsen verkaufen – was heißt: Die Anleger zahlen dem Staat Geld dafür, dass er ihr Geld nimmt. Für einen Aprilscherz ist es die falsche Jahreszeit.

Zuerst waren es nur Schatzbriefe mit einer Laufzeit von drei Monaten. Inzwischen können einige Regierungen bereits Schuldverschreibungen mit sieben Jahren Laufzeit zu Negativzinsen verkaufen. ...

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