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27.11.2015 / Feminismus / Seite 15

Die rote Ärztin

In Berlin wird heute ein Platz nach Minna Flake-Mai (1886–1958) benannt. Die Medizinerin war Vorkämpferin für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch

Sabine Krusen

Die Ärztin Minna Flake sei »sehr vergessen«, formulierte die Literaturwissenschaftlerin Julie Boghardt vor 20 Jahren in einer Monographie. Ihren Zeitgenossinnen aber war sie wohlbekannt. Minna Margareta Mai wurde am 27. November 1886 in Würzburg geboren. Schon als Mädchen engagierte sie sich politisch im Spartakusbund, in der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) und in der KPD. 1907 begann sie ihr Medizinstudium, 1915 legte sie in Berlin ihr Staatsexamen ab.

1906 bis 1911 war Minna Mai mit dem Dichter Otto Flake liiert, gebar einen Sohn. 1917 wurde ihre Tochter Renate Miriam Mai geboren, der Vater war der bekannte pazifistische Autor René Schickele. Minna aber blieb im wesentlichen alleinerziehend. Nach der Promotion 1920 und ihrer Niederlassung als Ärztin praktizierte sie bis 1933. Dabei war der soziale Aspekt ihrer Arbeit für sie entscheidend. 1925 wurde sie Schriftführerin des Vereins Sozialistischer Ärzte, VSÄ, 1927 dessen g...

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