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17.11.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Unsere Gewerkschaft verkauft die Niederlage als Erfolg«

Auf dem Bundeskongress von Österreichs größter Teilgewerkschaft kam es zu Kontroversen über deren Tarifabschlüsse. Ein Gespräch mit Raffael Schöberl

Johannes Supe

Alle fünf Jahre ein großer Kongress, so hält es Österreichs mitgliederstärkste Gewerkschaft, die GPA-DJP. Vom 10. bis 12. November fand deren Bundesforum statt. Worüber wurde gesprochen?
Bestimmend waren die Diskussionen zu Österreichs Asylpolitik. Dazu gab es mehrere Anträge. Beschlossen wurde etwa, dass die GPA-DJP ein Arbeitsrecht für Flüchtlinge fordert. Auch die Gewerkschaftsjugend hat zu dem Thema Stellung bezogen. Wir sind mit einem Transparent beim Kongress aufgetreten. »Keine Stimme für Verschärfungen im Asylrecht, schon gar nicht von GewerkschafterInnen«, hieß es darauf. Das war auch der Titel eines Abänderungsantrags, den die Jugend eingebracht hat. Gewerkschafter sollen in den Gremien, in denen sie tätig sind, keinen Verschärfungen von Asylgesetzen zustimmen dürfen. Viele sitzen in Gemeinderäten, Landtagen oder im Nationalrat. Doch der Antrag wurde verwässert. Gerade jene, die in der sozialdemokratischen Fraktion FSG organisiert sind, wollt...

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