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04.02.2002 / Ansichten / Seite 0

»Notwendig, sich als Kommunist zu bekennen«

jW-Gespräch mit Klaus von Raussendorff, Aufklärer der DDR im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik (Teil III und Schluß)

Arnold Schölzel
Klaus von Raussendorff war bis zum April 1990 Botschaftsrat im Auswärtigen Dienst der BRD, in den er 1961 als Aufklärer des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR eintrat. Heute im Rentnerstand, ist er als Journalist und Herausgeber der Anti-Imperialistischen Korrespondenz (www.aikor.de) tätig. Die ersten beiden Folgen des Interviews erschienen in den Ausgaben vom 1. und 2./3. Februar.

F: Wie kam es dann zu der Verbindung mit dem Ministerium für Staatssicherheit?

Ich wollte mein Studium an der Humboldt-Universität in Ostberlin fortsetzen. Dort wurde ich aber nur von einem subalternen Funktionär in einer fast leeren Amtsstube empfangen und schnell wieder mit dem Hinweis hinauskomplimentiert, daß ich die Unmöglichkeit meines Studiums an der Humbold-Universität allein »meiner« Regierung zu verdanken hätte.

Mein zweiter Anlauf war erfolgreicher. Ein bekannter Ostberliner Lyriker, den ich auf einer Veranstaltung der evangelischen Studentengemeinde i...



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