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11.11.2015 / Titel / Seite 1

Geldsegen für Faschisten

Spanische Nazikollaborateure erhalten bis heute Renten aus Deutschland. Opfer des Terrors gehen weiter leer aus

André Scheer

Am 5. April 1944 massakrierten deutsche Soldaten in der griechischen Ortschaft Distomo 218 Einwohner, vor allem ältere Menschen, aber auch vier Babys und 34 weitere Kinder. Bis heute haben die Angehörigen der damals Ermordeten keine Entschädigung erhalten. Seit Jahrzehnten verweigern die deutschen Bundesregierungen Zahlungen mit der Behauptung, die Dorfbewohner hätten ein »allgemeines Kriegsschicksal« erlitten.

Großzügiger zeigen sich die Regierungen der BRD bis heute, wenn es um für Hitler kämpfende Mörder und deren Witwen geht. Jährlich mehr als 100.000 Euro überweist Berlin auch heute noch an 41 ehemalige Soldaten der »Blauen Division« und deren Hinterbliebenen. Diese Einheit aus Freiwilligen hatte der spanische Diktator Francisco Franco unmittelbar nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 aufgestellt und zur Unterstützung der Nazis an die Ostfront geschickt. Beteiligt waren die Spanier unter anderem an der 900 Tage dauernden Blockade Lening...

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