Gegründet 1947 Dienstag, 22. Oktober 2019, Nr. 245
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
09.11.2015 / Ansichten / Seite 8

Koalitionstheater

Asylrechtsverschärfungen

Claudia Wrobel

Es bedürfe noch »Abstimmungen« und »sorgfältiger Prüfungen«, wie man mit den Flüchtlingen umgehen wolle, die Deutschland erreichen, heißt es aus der Koalition aus CDU/CSU und SPD immer wieder. Weiterhin bestehe »Gesprächsbedarf«. Das ist das einzige, worauf man sich dieser Tage verlassen kann, wenn ein Mitglied der Regierungsparteien vor die Mikrofone tritt. Auf konkrete Vorschläge, wie das Kabinett gedenkt, des selbstverschuldeten Chaos Herr zu werden und die Situation der Asylsuchenden oder auch nur der unzähligen freiwilligen Helfer zu verbessern, wartet man indes vergeblich.

Dabei ist am Wochenende bekanntgeworden, dass die Ministerriege keineswegs derart überrascht wurde von der steigenden Zahl an Asylanträgen wie bisher behauptet. Die europäische Abschottungsagentur Frontex und die deutsche Vertretung im Kosovo gaben diese Hinweise, lange bevor die Flüchtlingszahlen im Sommer erkennbar anstiegen. Auch die sprunghaft erhöhten Zahlen im behö...

Artikel-Länge: 2965 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €