07.11.2015 / Feuilleton / Seite 10

Hoffnung oho Hoffnung

Mit allen Kieksern und Ohrwürmern: Das »Nein« von Bernadette La Hengst haut rein

Bernadette La Hengst wurde in dieser Zeitung von Reinhard Jellen schon verschiedentlich als Deutschlands einzige Soulsängerin ausgerufen. Ihre alte Hamburger Gruppe Die Braut haut ins Auge und die Lassie Singers aus Berlin waren die einzigen Frauenbands im BRD-Pop der 90er Jahre. Beide Bands waren bei der Industrie, weil die Indielabels nichts mit ihnen anfangen konnten, eben weil sie Frauen waren. Sie wurden erst nach der Auflösung berühmt. Absurd.

Mit »Save the world with this melody« hat La Hengst nun ihr fünftes Soloalbum vorgelegt. Es ist sehr beeindruckend geworden.

Eins der Weltprobleme ist, dass Künstler immerzu neue Platten machen müssen, mindestens alle zwei, drei Jahre. Sonst werden sie nicht auf Tour gebucht, und wenn man heute noch irgendwie Geld mit Popmusik verdienen will und nicht Maffay, Grönemeyer oder Dumpfbacke heißt, geht das nur noch mit Livekonzerten. Also produzieren Künstler wie besinnungslos neue Alben. Auch wenn ihnen nichts mehr ...

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