28.10.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Drohpotential beseitigen

Berufsverbote in der BRD: Betroffene fordern Rehabilitierung und Abschaffung des »Radikalenerlasses«. IG Metall und ver.di erklären ihre Solidarität

Ken Merten

In Hannover haben sich in der vergangenen Woche von Berufsverboten in der BRD Betroffene im ver.di-Veranstaltungszentrum zu einer Konferenz getroffen. Zum vierten Mal fand ein derartiges Treffen statt seit Gründung der Initiativgruppe »40 Jahre Radikalenerlass«. 2012 hatten sich Menschen zusammengefunden, die am eigenen Leib erfahren mussten, was es heißt, von der bundesdeutschen »streitbaren Demokratie« die Standbeine ihrer Existenz weggetreten zu bekommen.

»Wir, die Betroffenen, haben doch nichts davon, wenn gesagt wird: ›Ja, Entschuldigung, tut mir leid, wir haben da einen Fehler gemacht‹«, gab Hubert Brieden bei der Zusammenkunft am vergangenen Samstag zu denken. Denn die Frage kam auf, ob und inwiefern man an den drei Grundforderungen festhalten soll: Rehabilitierung der Geschädigten, offizielle Entschuldigung und finanzielle Entschädigung für geprüfte Einzelfälle, vor allem für jene, die unter Altersarmut leiden. Am finanziellen Schadensersatz will ...

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