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26.10.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Forensische Spurensuche

Oury Jalloh verbrannte 2005 im Dessauer Polizeirevier: Initiative will Mordverdacht mit weiterem Gutachten untermauern

Susan Bonath

Vieles deutet darauf hin, dass der aus Sierra Leone stammende Flüchtling Oury Jalloh am 7. Januar 2005 im Polizeirevier Dessau (Sachsen-Anhalt) angezündet wurde. Binnen 20 Minuten verbrannte der an Händen und Füßen Gefesselte in einer Zelle bis zur Unkenntlichkeit. Zutritt zum Gewahrsam hatten nur Polizisten. Wie im kürzlich von der ARD ausgestrahlten »Tatort« »Verbrannt«, der an den Fall anknüpfte, hat die Polizei eine Mauer des Schweigens errichtet. Im Gegensatz zum Krimi im Ersten fehlen beim echten Tatort arbeitswillige Ermittler. Die zuständige Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hält sich seit Jahren bedeckt und reagiert bestenfalls auf massiven Druck. Jalloh habe das Feuer selbst gelegt, beschwört sie trotz gegenteiliger Indizien. Wird in Sachsen-Anhalt ein Mord vertuscht? Ja, glauben die Mitglieder der »Initiative in Gedenken an Oury Jalloh«. In ihrem Auftrag haben Rechtsmediziner und Brandexperten ein neues Gutachten zum Fall erstellt. Am Dienstag w...

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