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21.10.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Politische Finanztricks

Wahlhilfe für das Maidan-Regime: Ratingagentur Standard & Poor’s erklärt Ukraine für nicht mehr ganz so pleite wie noch zu Anfang des Monats

Reinhard Lauterbach

Die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit der Ukraine leicht angehoben. Wie die Agentur am Montag mitteilte, wurde die Einstufung von SC (»Selective default« bzw. »Teilinsolvenz«) auf B minus angehoben; das gilt unter Investoren immer noch als »hochspekulativ«, lässt in der Welt der weitgehend automatisierten Investitionsentscheidungen der Finanzmarktakteure aber immer noch eine Tür für den Zufluss von Zockergeld offen. S&P begründete die Neueinstufung damit, dass die Ukraine sich letzte Woche mit einem Teil ihrer Gläubiger auf einen Schuldenschnitt geeinigt habe.

Der Witz an diesem Argument ist, dass die Einigung vom 14. Oktober nur die offizielle Besiegelung eines Schuldenschnitts um 20 Prozent war, den die Kiewer Finanzministerin Natalie Jaresko bereits im August mit vier großen US-Investmentfonds ausgehandelt hatte. Die Nachricht muss daher im Grunde längst »eingepreist« worden sein, als S&P selbst am 25. Sept...

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