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24.01.2002 / Ausland

Rohstoffe für den Krieg

Deutsche Firmen finanzieren mit Tantalhandel Rebellengruppen im Kongo

Marcus Schwarzbach

Die Vulkankatastrophe im Kongo hat das Augenmerk der internationalen Öffentlichkeit wieder für eine kurze Zeit auf den afrikanischen Staat gelenkt. Berichte über die Dramatik der Naturereignisse und deren Folgen sind in den Medien an der Tagesordnung. Der Mangel an Trinkwasser und die befürchteten Epidemien werden auch mit den militärischen Auseinandersetzungen in Zusammenhang gebracht. Die Kriegsursachen spielen jedoch kaum eine Rolle. Oftmals wird nur von »Stammesauseinandersetzungen« gesprochen.

Über zwei Millionen Tote sind dem Krieg im Kongo seit 1997 zum Opfer gefallen. Da die militärischen Greueltaten von der Öffentlichkeit in den Ländern des Nordens weitgehend unbeachtet bleiben, spricht amnesty international schon vom »unsichtbaren Krieg«.

Nach einem Bericht der UNO vom vergangenen Jahr werden die Kämpfe im Kongo hauptsächlich um den Zugang zu Rohstoffquellen gef...



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