12.10.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Landesbanken auf Abwegen

Steueroasen sollten von seriösen Geldhäusern gemieden werden. Dennoch haben wichtige öffentliche Institute dort zahlreiche Niederlassungen

Marvin Oppong

Geschäftliche Engagements in sogenannten Steueroasen geraten immer mehr in Verruf, weil der Verdacht der »Steuervermeidung« stets mitschwingt. In den so bezeichneten Ländern bzw. Regionen müssen Unternehmen, anders als in Deutschland, auf einige Einnahmearten keine Steuern zahlen. Besonders pikant sind die solche Offshore-Aktivitäten bei den staatlichen Landesbanken, denen zum Teil mit Steuermitteln unter die Arme gegriffen wurde. Junge Welt hat die aktuellen Geschäftsberichte aller entsprechenden Finanzinstitute auf Beteiligungen in Steueroasen hin untersucht.

Bayerisches Landesinstitut

So geht beispielsweise aus dem aktuellen Geschäftsbericht des BayernLB hervor, dass diese in Schanghai vertreten ist. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind zehn weitere Gesellschaften wie die »DKB Neue Bundesländer Fonds ANL« mit Sitz in Luxemburg, an der die Bank 96,6 Prozent hält. Zu den Beteiligungen der Landesbank zählen auch zwei Firmen mit Sitz i...

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